Nach Terroranschlag, Explosion, Unfall: Blutung abbinden kann Leben retten

Mindestens ein Drittel aller Unfallopfer stirbt durch Verbluten. Dabei ist es für unbeteiligte Zeugen einfach, eine lebensbedrohliche Blutung an Armen oder Beinen zu stoppen – das Abbinden mit einem Hosengürtel eine Handbreit über der Wunde kann Leben retten. „Nach Terroranschlag, Explosion, Unfall: Blutung abbinden kann Leben retten“ weiterlesen

Pneumologen warnen vor E-Zigaretten

E-Zigaretten sind für Menschen, die ganz mit dem Rauchen aufhören wollen, kein geeignetes Hilfsmittel. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) hin. Einige Suchtforscher propagieren zwar, E-Zigaretten seien ein praktisches Instrument zur Rauch- und Nikotinentwöhnung. Jedoch zeigen aktuelle Erhebungen, dass sich ein langfristiger Nutzen der E-Zigaretten bei der Entwöhnung nicht belegen lässt. Dagegen bergen die elektrischen Ersatzprodukte Gesundheitsgefahren, deren Ausmaß bislang noch nicht vollständig abzuschätzen ist. Deutsche und europäische Lungenärzte warnen daher vor dem Gebrauch elektronischer Zigaretten und fordern erneut ein umfassendes Werbeverbot für elektronische Rauchprodukte. „Pneumologen warnen vor E-Zigaretten“ weiterlesen

Monoklonale Antikörper gegen Kopfschmerzattacken: Hoffnung oder Hype?

 

 Migräneattacken verhindern – das ist eines der therapeutischen Ziele, um das Leid der etwa 18 Millionen Migränepatienten in Deutschland zu lindern. Alternativ zur gut erforschten und wirksamen medikamentösen Vorbeugung mit Tabletten können Ärzte nun neue Wirkstoffe, sogenannte monoklonale Antikörper, einsetzen. „Monoklonale Antikörper gegen Kopfschmerzattacken: Hoffnung oder Hype?“ weiterlesen

Krebs-OPs am Magen-Darm-Trakt: was Patienten bei der Klinikwahl beachten sollten

Bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts ist die operative Entfernung des Tumors nach wie vor der wichtigste Behandlungsschritt, um die Krankheit erfolgreich zu behandeln. Essentiell für den Therapieerfolg ist auch, dass Krebsoperationen in einer auf das jeweilige Krankheitsbild spezialisierten Klinik erfolgen. Doch noch immer begeben sich viele Patienten in nicht ausreichend qualifizierte Krankenhäuser und erhalten deshalb nicht die bestmögliche Therapie. „Krebs-OPs am Magen-Darm-Trakt: was Patienten bei der Klinikwahl beachten sollten“ weiterlesen

Grüner Star bei Neugeborenen: Bei diesen Hinweisen sollten Eltern zum Augenarzt

Ein angeborener Grüner Star führt unbehandelt schnell zu Sehstörungen und Erblindung. Eltern sollten deshalb bei ungewöhnlich großen Augen des Neugeborenen, einem blau-grünlichen Schimmern der Iris, Lichtscheu und häufigem Augenreiben rasch einen Augenarzt aufsuchen. Eine frühe Operation stoppt die Erkrankung in 80 Prozent aller Fälle. „Grüner Star bei Neugeborenen: Bei diesen Hinweisen sollten Eltern zum Augenarzt“ weiterlesen

Uveitis und Skleritis: Biologika helfen bei schweren Augenentzündungen

Seit kurzem stehen zur Behandlung von schweren Augenentzündungen auch Biologika und Biosimilars zur Verfügung. Bei zwei Dritteln der Patienten mit Uveitis oder Skleritis schlagen die Medikamente erfolgreich an und halten eine Sehverschlechterung auf. Auch für Kinder können die Substanzen eine sinnvolle Alternative zur Kortisontherapie sein. 

Biologika sind gentechnisch hergestellte Substanzen, die gezielt Botenstoffe in einer Entzündung blockieren, und stammen ursprünglich aus der Rheumatologie. Seit dem Jahr 2016 sind Adalimumab und seit 2018 mehrere Biosimilars, preiswerte Nachahmerprodukte, auch zur Therapie der Gefäßhaut des Auges zugelassen. Skleritis und Uveitis machen etwa fünf bis zehn Prozent der Erblindungen in Deutschland aus. „Es ist sehr begrüßenswert, dass uns Biologika und Biosimilars eine neue Behandlungsoption für schwere, chronische Augenentzündungen an die Hand geben“, sagt Professor Dr. med. Claus Cursiefen, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Bei den Augenentzündungen Skleritis und Uveitis besteht die Gefahr, dass durch zusätzliche Komplikationen eine Sehverschlechterung auftritt. Bis vor kurzem wurden die beiden Erkrankungen zu Beginn zunächst mit Kortisonpräparaten behandelt, zugleich aber auch konventionelle immunmodulierende Medikamente hinzugenommen – diese Präparate sollen das fehlgeleitetete Immunsystem und damit die Entzündungsaktivität bremsen. „Diese immunmodulierenden Medikamente setzen allerdings mit verzögerter Wirkung ein und müssen zudem aus Unverträglichkeitsgründen häufig abgesetzt werden“, berichtet Professor Dr. med. Carsten Heinz vom Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster.

Bei Biologika oder Biosimilars hingegen, die intravenös oder als Spritze ins Fettgewebe in Intervallen von zweimal wöchentlich bis monatlich verabreicht werden, setzt die Wirkung rascher ein. Die prospektive, randomisierte Zulassungsstudie zu einer Unterform der Uveitis zeigte: Bei zwei Dritteln der Patienten war die Therapie mit Biologika erfolgreich – die Entzündung konnte eingedämmt werden, und es kam zu keiner Komplikation wie ein Makula-Ödem. „Eine solche Wassereinlagerung an der Stelle des schärfsten Sehens verschlechtert das Sehvermögen, deshalb muss sie unterdrückt werden“, betont Heinz. „Biologika verhindern ein Ödem oder führen sogar zu dessen Rückbildung.“ Unverträglichkeiten tragen selten auf.

Das Medikament Adalimumab ist auch zur Behandlung von Kindern zugelassen, die an einer Uveitis des vorderen Augensegments leiden. Die Leitlinie empfiehlt eine Stufentherapie, die mit Kortison-Augentropfen beginnt, gefolgt von konventionellen Medikamenten. Kortisontabletten und Kortison-Augentropfen können jedoch auch bei Kindern einen Grünen oder Grauen Star fördern, zudem Wachstumsstörungen auslösen. „Ist dies der Fall oder leiden die Kinder zusätzlich an Rheuma, kommen auch Biologika oder Biosimilars in Frage“, so Heinz. Sie werden in der Regel gut vertragen. Die Therapie ist allerdings teuer: Die Kosten für Biologika belaufen sich auf etwa 21.000 Euro pro Jahr, für Biosimilars auf rund 13.500 Euro.

 

Schmerzen bei trockenen Augen: helfen Cannabis-Augentropfen?

Fast jeder Zehnte leidet in Deutschland an Trockenen Augen und damit häufig an chronischen, starken Schmerzen. Auf der Suche nach einer wirksamen und nebenwirkungsarmen Schmerztherapie haben Forscher jetzt Augentropfen mit Cannabiswirkstoffen entwickelt. Die ersten Studienergebnisse sind vielversprechend, in Kürze soll die Wirkung an Patienten getestet werden. „Schmerzen bei trockenen Augen: helfen Cannabis-Augentropfen?“ weiterlesen

Genauer, schneller, strahlungsärmer: Myokard-Szintigrafie

Mit der Myokard-Szintigrafie kann ein Nuklearmediziner rasch prüfen, ob der Herzmuskel in Ruhe oder unter Belastung ausreichend durchblutet wird und eine Herzkatheter-Untersuchung erforderlich ist. Dank technischer Fortschritte konnte die Strahlenexposition vermindert und die Untersuchungsdauer für die Patienten auf weniger als ein Viertel der ursprünglichen Zeit verkürzt werden, mithin auf wenige Minuten. Das bildgebende Verfahren ist eine Kassenleistung. „Genauer, schneller, strahlungsärmer: Myokard-Szintigrafie“ weiterlesen

Schmerzhafte Fingergelenke: Experten raten zu frühzeitiger Behandlung der Fingerpolyarthrose

Mehr als die Hälfte aller Frauen über 50 Jahren leiden nach längerer (Nacht)ruhe unter steifen, gelegentlich schmerzenden Fingern. Diese ersten Anzeichen einer Fingerpolyarthose führen unbehandelt zu geschwollenen, unbeweglichen und deformierten Gelenken, die jeden Handgriff zur Qual werden lassen.

„Schmerzhafte Fingergelenke: Experten raten zu frühzeitiger Behandlung der Fingerpolyarthrose“ weiterlesen

Rheuma bei Kindern: Auf diese Symptome sollten Eltern achten  

Aktuelle Zahlen vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum zeigen: Menschen mit Rheuma, die bereits als Kind unter der Erkrankung litten, geht es umso besser, je früher sie wirksam medikamentös behandelt wurden. Sie haben seltener massive Gelenkschäden und Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder Kleinwuchs und erreichen häufiger die sogenannte therapiefreie Remission, sind also mit großer Wahrscheinlichkeit geheilt. Entscheidend für den Therapieerfolg ist allerdings, dass die Erkrankung möglichst früh entdeckt wird.

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