Buchtipp: Brockhaus Gesundheit

Die sorgfältig aktualisierte, 7. Auflage des Klassikers „Der Brockhaus Gesundheit“ informiert auf 1.368 Seiten zu allen Themen der Medizin. Neue Stichwörter wie „Vogelgrippe“, „kosmetische Chirurgie“ oder „Hantavirus-Infektion“ wurden neu aufgenommen. Die Texte wurden von Fachärzten aller Fachgebiete durchgesehen und auf den aktuellen medizinischen Stand gebracht. Neu sind auch 60 Navigationshilfen, die alle Gebiete der Medizin miteinander vernetzen.

Das Lexikon bietet verständliche Erklärungen zu Ernährungs- und Gesundheitslehre, Hygiene, Zahnmedizin, Kinderheilkunde, Arzneimitteltherapie, Umweltmedizin oder zu naturheilkundlichen Verfahren und alternativen Heilkonzepten.

180 Symptomtabellen zu den häufigsten Beschwerden wie beispielsweise Bauch- oder Kopfschmerzen, Fieber, Schwindelanfälle und Gleichgewichtsstörungen oder Schmerzen im Brustkorb helfen Ratsuchenden bei der Selbstdiagnose. 200 Infokästen geben darüber hinaus praktische Verhaltenstipps. 1 100 Fotos und Infografiken veranschaulichen und ergänzen den Text und vermitteln weiterführende Fakten.

Sehr schön: Lexikalische Schlagwortdefinitionen wechseln ab mit Übersichtsartikeln die auf mehreren Seiten einen guten Überblick über das Thema geben: Zu übergreifenden Themen, wie z. B. zu Sexualität, Sport, Schwangerschaft und Geburt oder Umwelt- und Zivilisationskrankheiten bieten 24 mehrseitige Sonderartikel ausführliche Informationen.


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„Der Brockhaus Gesundheit“
Schulmedizin und Naturheilkunde, Arzneimittel, Kinderheilkunde und Zahnmedizin, 7. aktualisierte Auflage 2006


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Neuer Diät-Trend – Was ist dran am Low-Carb-Trend?

Ganz Amerika schwärmt von der neuen Low-Carb-Diät, die das Motto „wenig Kohlenhydrate – unbegrenzt Fett“ propagiert. Doch der neue Trend darf nicht einfach kritiklos übernommen werden.

Statt mit „low fat“ preisen kluge amerikanische Lebensmittelhersteller ihre Produkte jetzt mit dem Zusatz „low carb“. Möglicherweise geraten nun auch deutsche Fettaugenzähler, die unbegrenzt Nudeln, Reis und Kartoffeln empfehlen, in Bedrängnis. Doch auch diese Diätform hat nur Erfolg, wenn auf die Art des Fettes geachtet wird. Dadurch reduziert sich die angeblich neue Diät eigentlich auf einen alten Hut: Die Mittelmeerdiät.

Begründer von „Low-Carb“, Kardiologe Atkins, wog 117 Kilo

Ihren Ursprung findet die neue „Fettwelle“ in der 1972 entwickelten Diät des Kardiologen Robert Atkins. Er verkündete, dass sich die überflüssigen Pfunde am besten schmelzen lassen, wenn man so viel Eier und Fleisch isst wie man mag, aber auf alle kohlenhydrathaltigen Lebensmittel verzichtet. Obwohl der „Fett-Guru“ Atkins kurz vor seinem Ableben letztes Jahr knapp 117 Kilo – bei 1,80 Körpergröße – auf die Waage brachte, findet die Diät immer noch Anhänger.

South-Beach-Diät unterscheidet „gutes“ und „schlechtes“ Fett

Der Kardiologe Arthur Agatson modifizierte die Atkins-Diät und hatte damit bei einer Gruppe von Herzkranken großen Erfolg. Die „Low-Carb-Welle“ war geboren. Im Gegensatz zu Atkins unterschied er zwischen guten und schlechten Fetten. Während pflanzliche Öle, vor allem Olivenöl und Nüsse erlaubt sind, bleiben tierische Fette weiter verdammt – Ausnahme Fischöl/-fett. Weiterer Unterschied zu Atkins: Nicht alle Kohlenhydrate sollen gemieden werden, sondern Produkte aus weißem Auszugsmehl wie Brot und Nudeln, Kartoffeln oder zuckerhaltige Lebensmittel. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, die ebenfalls Kohlenhydrate enthalten, sind dagegen erlaubt. Die aus Miami stammende „South-Beach-Diät“ gliedert sich in drei Phasen: Nur in der ersten Phase sollten Backwaren, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Süßigkeiten, Eiscreme, Fruchtsäfte oder Alkohol strikt vermieden werden.

Nicht mehr als ein Hauch Mittelmeer oder Skandinavien

Schon seit längerer Zeit ist die „Mittelmeerdiät“ ein Begriff. Sie besitzt einen hohen Fettanteil, der hauptsächlich durch den großzügigen Gebrauch des Olivenöls zustande kommt. Ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche sind Gemüse und Fisch sowie Fleisch in Maßen. Einziger Unterschied: Obst und Nudeln. Besonders „herzerfrischend“ wirkt auch das Fett aus Fischen wie Makrele, Lachs, Hering oder Thunfisch. Es enthält Omega-3-Fettsäuren, die den Blutfluss im Körper im Fluss halten.

Und wer verdaut das ganze Fett?

Großer Nachteil von Fett: Im Übermaß – ob durch das Essen oder wenn die Fettreserven des eigenen Körpers abgebaut werden – kann es Verdauungsstörungen hervorrufen. Die Königin aller Mittelmeergenüsse ist daher die Artischocke: Denn die häufigen Verdauungsprobleme wie Blähungen und Verstopfung werden durch Artischocken oder eine Kur mit Kapseln aus Artischockenextrakt (z. B. Cynalip duo 600) gemildert. Insbesondere bei einer Diät, die relativ viel Fett enthält. Die Artischocken-Inhaltsstoffe senken außerdem den Cholesterin- und Fettgehalt im Blut, der besonders während einer Reduktionsdiät in die Höhe schnellt.

Herzinfarkt Schlaganfall oder Nierenschäden durch zuviel Salz

Die meisten Menschen nehmen heute mit ihrer Nahrung weitaus mehr Salz zu sich, als notwendig und gesund ist. Die Folge sind bei vielen Menschen ein erhöhter Blutdruck und Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden.

Prof. Eberhard Ritz von der Universität Heidelberg schätzt, dass eine Einschränkung der Salzzufuhr mit der Nahrung jeden zehnten Schlaganfall und jeden zehnten Herzinfarkt verhindern könnte. Doch die zahlreichen Studien, die dies belegen, würden selbst von Medizinern ignoriert, schreibt Prof. Ritz in einem Beitrag zur DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2004). Um die richtige Menge Salz in der Nahrung werde in einer emotional aufgeladenen Atmosphäre diskutiert, die rational nicht erklärbar sei. Prof. Ritz vermutet, dass die große Bedeutung, die Salz in der Vergangenheit hatte, hier eine Rolle spielt.

„Salz ist noch immer ein Symbol für Reinheit, Unbeflecktheit, Unbestechlichkeit, Unvergänglichkeit und selbst für Unsterblichkeit“, schreibt der Nierenexperte mit Rückblick auf die Kulturgeschichte des Kochsalzes. Tatsächlich begründete Salz in früheren Jahrhunderten – wie heute das Erdöl – den Reichtum vieler Städte und Länder. Es war gleichzeitig ein lebensnotwendiges Gut, da es zur Konservierung von Nahrungsmitteln benötigt wurde und den Handel vieler Güter erst möglich machte. Mit Salz wurden Verträge symbolisch besiegelt, es wurde besteuert und geschmuggelt. Von der Bedeutung des Salzes künden heute zahlreiche Städtenamen (von Salzburg bis Salzuflen) und Wörter (von Soldat bis Salat).

Dieses kostbare Gut möchte – vermutlich unbewusst – noch heute keine Mutter ihrem Kind vorenthalten. Und so kommt es, dass selbst die Babynahrung zu salzhaltig ist. „Alle Versuche, die frühkindliche Prägung auf Kochsalz durch eine salzreduzierte Babynahrung zu verhindern, sind kläglich gescheitert“, schreibt Prof. Ritz. Doch gerade hier müsse angesetzt werden: „Studien zeigen, dass die Salzzufuhr im Kindesalter den Salzappetit und die Höhe des Blutdrucks im Jugendalter vorbestimmen.“

Jeder Zweite trinkt zu wenig

Ernährungswissenschaftler empfehlen erwachsenen Menschen, täglich circa zwei Liter Flüssigkeit wie Wasser, Säfte oder Kräutertee zu trinken.

Menschen, die viel Sport treiben, in klimatisierten Räumen arbeiten oder gerade eine Diät machen, benötigen sogar noch mehr. Jedoch zeigt eine Umfrage im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK, dass etwa die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) weniger als zwei Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen.

Überraschend ist dabei, dass Frauen, die sich normalerweise mehr Gedanken um ihre Gesundheit machen als Männer, weniger trinken: Während 56 Prozent der Männer angeben, dass sie täglich mehr als zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, sind es bei den Frauen nur 42 Prozent. Und je älter sie werden, desto weniger trinken die Deutschen: Trinken 52 Prozent der zwischen 14- und 29-Jährigen mehr als zwei Liter täglich, sind es bei den Menschen über 60 nur 44 Prozent.

„Es gibt keine günstigere Medizin als Mineralwasser“, kommentiert ktpBKK-Vorstand Stefanie Eickmeier, „quot;Menschen, die dauerhaft zu wenig trinken, riskieren ernsthafte Erkrankungen wie Nierensteine und Thrombosen; bei alten Menschen verringert Wassermangel auch die Denkleistung. Wenn man sicher sein will, dass man immer genug trinkt, sind feste Regeln wie zum Beispiel „zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Mineralwasser“ eine gute Lösung.“

Wasser macht gesund und hilft beim Abnehmen

Wasser ist viel mehr als nur ein Lebensmittel – es ist der Quell des Lebens. Mit normalem Wasser lassen sich viele Gesundheitsrisiken vermeiden und außerordentliche Steigerungen der Fitness erzielen.

Eine aktuelle Untersuchung bestätigt nun, dass Wasser sämtliche Organ- und Zellfunktionen unterstützt und damit vor vielen Leiden wie Herzinfarkt, Allergien oder Verdauungsproblemen schützt. Leider wird aber mit zunehmendem Alter die Wasserknappheit in unserem Körper immer dramatischer. Bei über 40-Jährigen kann innerhalb von 10 Jahren der Flüssigkeitshaushalt des Körpers um bis zu sechs Liter absinken, ohne dass der Körper akute Warnsignale aussendet.


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Buchtipp:
Lesen Sie dazu: „Die neuen Schlank-Pusher“ – der neue Ratgeber von Vanessa P. Halen.


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Mehr trinken für Gesundheit und Fitness

Mit zunehmendem Alter lässt das natürliche Durstempfinden stark nach. Bereits ab etwa 35 Jahren gerät unser Körper so in Wassernot. Die Zellen trocknen zunehmend aus und die Organfunktionen werden mehr und mehr eingeschränkt. Verschärft wird diese Austrocknungsproblematik noch durch die falschen Getränke. Wir trinken zuviel Kaffee, Limo oder Cola, was dem Körper noch zusätzlich Wasser- und Vitalstoffreserven raubt. Auf Dauer macht sich schließlich der Wassermangel in typischen Gesundheitsbeschwerden bemerkbar.

Aus Durst wird Hunger

Wasser ist also eine unverzichtbare Energiequelle für alle Körperzellen. Mineralien und Nährstoffe sorgen für einen perfekten Zellstoffwechsel und eine optimale Fettverbrennung. Wassermangel hingegen sorgt im Körper für einen Notstand, der unseren Organismus automatisch dazu bringt, Kalorien als Fett zu speichern. Wird dem Körper nämlich zu wenig Wasser zugeführt, muss mehr Energie aus der Nahrung gewonnen werden. Das führt zu einem Teufelskreis, bei denen Proteine und Kohlenhydrate verstärkt verstoffwechselt und schließlich als Fett eingelagert werden. Um einen angemessenen Energienachschub zu gewährleisten, wandelt sich der ursprüngliche Durst allmählich in Hungergefühle um. Damit ist das Dilemma perfekt: Wir essen immer mehr und nehmen zusehends zu.

Wasser macht gesund und schlank

Diesen Teufelskreis kann man sehr einfach durchbrechen: Schon 2-3 Liter Wasser, über den Tag verteilt getrunken, regulieren den Stoffwechsel und sorgen für eine optimale Fettverbrennung. Mit dem Wasser werden zusätzlich Stoffwechselgifte aus dem Körper gespült, die eine Gewichtsreduktion behindern. Für alle, die abnehmen möchten, eignet sich kohlensäurehaltiges Mineralwasser am besten. Die prickelnde Kohlensäure füllt den Magen und dämpft somit deutlich das Hungergefühl.