Zahnarztpraxis 4.0 Big Data, Big Science – und noch immer Big Skepsis?

von Dr. Stefan Helka, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Leiter des Implantatzentrums Herne

Kaum ein Gebiet entwickelt sich heutzutage schneller weiter als die Medizin im Allgemeinen und die Zahnmedizin im Besonderen. Was vor kurzer Zeit noch unmöglich schien, gilt mittlerweile quer durch die Fachdisziplinen als selbstverständlich. Künftig werden Automatisierung und Algorithmisierung noch mehr Tätigkeiten betreffen als heute vielfach angenommen. „Zahnarztpraxis 4.0 Big Data, Big Science – und noch immer Big Skepsis?“ weiterlesen

Schlafapnoe: Kieferkorrektur stoppt nächtliche Atemaussetzer

Nächtliche Atemstörungen, das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom (SAS), sind weit verbreitet. Neuen Studien zufolge leiden 14 Prozent aller Männer und sieben Prozent der Frauen darunter. Ist eine zurückfallende Zunge die Ursache, kann eine chirurgische Verlagerung von Ober- und Unterkiefer das Leiden wirkungsvoll stoppen.

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Zahnärzte: Kooperationsverträge sind Erfolgsmodell für Pflegeheime

Kooperationen von Zahnärztinnen und Zahnärzten mit Pflegeeinrichtungen sind ein echtes Erfolgsmodell für die Verbesserung der Mundgesundheit von Patienten in Pflegeheimen. Einer Studie zufolge steht statistisch in jedem 3. Pflegeheim ein Kooperationszahnarzt zur Verfügung.

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Weihnachtsstress für die Zähne: Richtiges Naschen beugt Karies vor

Obwohl die Weihnachtszeit als besinnlich gilt, gestaltet sie sich für die Zähne sehr anstrengend. Denn Leckereien wie Lebkuchen, Schokolade und Glühwein schmecken nicht nur gut, ihr übermäßiger Genuss verursacht gleichzeitig Karies. Dr. Stephan Ziegler, leitender Zahnarzt und Gründer der KU64-Zahnarztpraxis aus Berlin, zeigt auf, wie sich die Zähne im Advent schützen lassen.

Süße Versuchungen

Winterliche Spezialitäten wie Dominosteine und Stollen gehören selbstverständlich zur Weihnachtszeit dazu, schaden den Zähnen allerdings durch ihren hohen Gehalt an Zucker. Dieser befindet sich jedoch nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in Glühwein und Punsch. Nach dem Verzehr wandeln Bakterien im Mundraum den Zucker in Säure um, die auf Dauer den Zahnschmelz angreift und im Laufe der Zeit Karies verursacht. Doch stärker als die Menge der zuckerhaltigen Lebensmittel wirkt sich die Häufigkeit der Naschereien auf die Zahngesundheit aus. „Isst man mehrere Plätzchen auf einmal, liegt kurzzeitig ein saurer pH-Wert im Mundraum vor, den der Speichel aber innerhalb einer halben Stunde neutralisiert. Wird allerdings über den ganzen Tag verteilt Süßes gegessen, entsteht immer wieder eine saure Umgebung, die dem Zahnschmelz nachhaltig schadet“, erklärt Dr. Ziegler. Also zum Wohle der Zähne lieber einmal am Tag die Keksdose öffnen, statt mehrmals zwischendurch zu naschen.

Schutz für die Zähne

Für gesunde Zähne stellt regelmäßiges Putzen die wichtigste Maßnahme dar. Mindestens zweimal am Tag für drei Minuten gilt hier als Richtlinie. Am besten erst eine halbe Stunde nach dem Essen die Zähne putzen, da der Verzehr von zucker- sowie säurehaltigen Nahrungsmitteln wie Orangen oder Mandarinen den Zahnschmelz kurzzeitig schwächt. Wer mit dem Griff zur Zahnbürste ein wenig wartet, gibt dem Schmelz Zeit, sich zu remineralisieren. „Zu einer gründlichen Mundhygiene gehört auch der Einsatz von Zahnseide oder Interdentalbürsten, die die Zahnzwischenräume reinigen. Denn dort lagern sich Essensreste ab, die eine herkömmliche Zahnbürste nicht erreicht“, betont der Experte. Im Anschluss entfernt eine Mundspüllösung Keime und sorgt für ein angenehmes Frischegefühl. Besteht nach dem Essen nicht die Möglichkeit des Putzens, trägt auch das Durchspülen des Mundes mit Wasser zur provisorischen Reinigung bei. Zudem helfen zuckerfreie Kaugummis und Bonbons die natürliche Speichelproduktion anzuregen und den pH-Wert im Mund wieder in einen neutralen Bereich zu bringen.

Wer sich in der Adventszeit an diese Tipps hält, muss auf dem Weihnachtsmarkt auf keine Köstlichkeiten verzichten. Allerdings tut es den Zähnen und letztendlich auch dem restlichen Körper gut, wenn Leckermäuler zwischendurch zu heißen Maronen statt gebrannten Mandeln oder einem Bratapfel mit Nüssen statt einem Liebesapfel greifen.

Weitere Informationen unter www.ku64.de