Fehlerhafte Implantate: Schadenersatz schwer zu erreichen

Opfer von fehlerhaften implantierten Medizinprodukten haben es schwer, hierfür Schadenersatz zu erlangen. Das stellt Dr. Alexander T. Schäfer fest, Rechtsanwalt für Medizin- und Versicherungsrecht aus Frankfurt am Main klar.

„Da eine erneute Operation immer Risiken birgt, entscheiden sich Patienten oft dagegen, fehlerhafte Implantate aus dem Körper entfernen zu lassen“, berichtet Schäfer. „Damit aber fehlt es an einem greifbaren Beweismittel, um Schadenersatzansprüche geltend zu machen.“

Erschwerend käme für die Patienten hinzu, dass Ärzte und Hersteller sich gegenseitig die Verantwortung für versagende Prothesen zuschöben: „Die Ärzte sehen meist Produktionsfehler als Ursache an. Wohingegen die Hersteller die Schuld bei den Chirurgen suchen, die bei der Implantation fehlerhaft vorgegangen seien.“

[i]14. Deutscher Medizinrechtstag, 6.-7. September 2013 in Berlin [/i]

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